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Führungsakademie erstellt mit der Wirtschaftsregion Offenburg Ortenau (WRO) ab Januar 2009 die erste regionale Wissensbilanz in Deutschland

Am 18. November 2008 stellten Prof. Dr. Günther Koch von der Universität Wien und Dr. Siegfried Mauch von der Führungsakademie Baden-Württemberg in der Gesellschafterversammlung der WRO den beteiligen Kommunen und Unternehmen die Grundlagen der Wissensbilanz und die geplante Umsetzung in der Region vor.Konzipiert wurde die regionale Wissensbilanz von Claus Nagel und Dr. Siegfried Mauch, die beide auch die Workshops moderieren.

Prof. Dr. Koch wies in der Auftaktveranstaltung auf die Notwendigkeit hin, Wissen besser zu managen und dem Humanvermögen den Stellenwert einzuräumen, der ihm in einem Land zusteht, das sonst keine Ressourcen hat und dessen Geschäftsmodell nur in der besseren Erschließung dieses Humanvermögens liegen kann. Gerade die immateriellen und weniger die oft dafür gehaltenen „harten“ Faktoren sind die eigentlichen zukunftsrelevanten Erfolgsfaktoren. Mit Hilfe einer Wissensbilanz können Vorkehrungen getroffen werden, um regionaleEntwicklungsziele besser zu erreichen und Fehlentwicklungen frühzeitig entgegenzusteuern. Die Wissensbilanz ist ein strategisches Instrument, um Folgen-Fehler-Risiken bei strategischen Entscheidungen abzumildern. Dabei verwies Prof. Koch auf die die aktuelle Finanzmarktkrise, die letztlich auch auf Wissensdefizite und die unzureichende Vernetzungen von Ursachen und Wirkungen zurückzuführen ist.

Die Wissensbilanz ist eine verhältnismäßig junge Methode. Prof. Koch war in ihrer Entwicklung wesentlich beteiligt. Sie wird in Deutschland vom Bundesminister für Wirtschaft insbesondere für klein- und mittelständische Unternehmen empfohlen, aber auch inGroßunternehmen (ENBW) eingesetzt. Prof. Koch zeigte auf, welche Aktivitäten es zur Erfassung der immateriellen Werte weltweit gibt und welcher Nutzen mit Wissensbilanzen verbunden werden kann. Des Weiteren stellte er dar, wie sich eine regionale Wissensbilanz in das Umfeld aus nationalen und unternehmerischen Wissensbilanzen einfügt und die „noch“ freie Lücke ausfüllt.

Dr. Mauch erläuterte den Projektplan und die besonders auf diese Zielgruppe abgestimmte Methode. Da die Mitwirkung auf einer freiwilligen Bereitschaft beruht, musste ein Methodenmix gefunden werden, der es Unternehmens- und Behördenvertretern auch in leitender Funktion erlaubt, daran teilzunehmen. Die regionale Wissensbilanz beschreibt die Sicht der verschiedenen Interessensgruppen aus der Region und fördert das Verständnis von Zusammenhängen. Das besondere an der regionalen Wissensbilanz ist, dass hiermit die zukunftsbezogenen Einschätzungen der Bürgerinnen und Bürger der Region erfasst werden. Um eine Repräsentanz der regionalen Gesellschaft zu erhalten, wurden drei Cluster gebildet: Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft sowie Politik und Verwaltung.

Herr Mauch zeigte den Teilnehmern auch auf, in welchen Schritten die Wissensbilanz entwickelt wird und was die Teilnehmenden dabei erwartet. Der erste Workshop beginnt am 22.01.2009 um 16:00 Uhrim Technologiepark in Offenburg. Die regionale Wissensbilanz derWRO soll Ende März 2009 abgeschlossen sein.

Links:

http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Technologie-und-Innovation/wissensbilanz.html

http://www.akwissensbilanz.org/

http://www.arcs.ac.at/events/konferenz_10_jahre_wissensbilanz_de.html

http://www.wissensbilanz.de/blog/




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